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Deutscher Gründerpreis für Schüler

NRW-Sieger gehen unter die Haut

16.06.2008 | Autor: Mario Böhl | 2 Kommentare


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Die Sieger: (v.l.n.r.) Annika Bühring, Julian Schröder, Vanessa Daake, Marisa Stahlhut, Judith Niemeier, Moritz Knoop
Ein Chip und ein Handy: Mehr braucht es nicht, um Diabetes-Patienten das Leben zu retten und den "Deutschen Gründerpreis für Schüler" zu gewinnen. Für ihren Blutzucker-Chip wurden sechs Schüler des Städtischen Gymnasiums Petershagen in Nordrhein-Westfalen mit dem Preis ausgezeichnet. 1.200 Teams hatten sich für den bundesweiten Wettbewerb beworben.

Unter der Haut
Die Geschäftsidee des Teams Education Electronics setzte sich am Ende durch: Ein Diagnostik-Chip wird unter die Haut der Diabetes-Patienten implantiert. Dort wird in regelmäßigen Abständen automatisch der Blutzuckerspiegel gemessen.

Die gewonnenen Daten werden dann an ein Handy oder eine Armbanduhr übertragen und können damit problemlos überwacht werden. Weicht der Blutzuckerspiegel vom Normalwert ab, sendet der Chip ein Signal, das auch über die benötigte Menge Insulin Auskunft gibt.

Im Notfall kann sogar ein Notarzt alarmiert werden.

Fiktiv, aber umsetzbar
Annika Bühring, Judith Niemeier, Marisa Stahlhut, Julian Schröder, Vanessa Daake und Moritz Knoop sind für die Entwicklung verantwortlich. Für seine Leistung darf das Siegerteam zur Verleihung des Deutschen Gründerpreises am 17. Juni reisen und wird dort noch einmal ausgezeichnet.

Wie die anderen Teilnehmer hatten die Gymnasiasten ein fiktives Unternehmen gegründet und in der vier Monate dauernden Spielphase neun Aufgaben bewältigt.

So auch drei Schüler von B_Systems, die den zweiten Platz erhielten. Pavandeep Singh, Thorsten Frank und David Raut wollen ein Alltagsproblem lösen: Mittels LED-Technologie erhellen die Gymnasiasten vom Hegau-Gymnasium in Singen (Baden-Württemberg) das bisher unbeleuchtete Innenleben von Handtaschen – vor allem für Damen interessant.

Alternativ

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Auf dem dritten Platz: das Team Blue Future, (v.l.n.r.) Manfred Thurm, Jan Drechsler, René Phan, Tim Pohlenz
Ebenfalls eine große Rolle spielte das Thema "alternative Energien". Drei der zehn besten Teams beschäftigten sich damit. So greifen die drittplatzierten Nachwuchsgründer von Blue Future (Vitzthum Gymnasium in Dresden) das so genannte "Blue Future"-Modul auf, das die Speicherung von Windenergie in Form von Wasserstoff möglich machen soll.

Die Top Ten
Hier die besten zehn Konzepte des diesjährigen Deutschen Gründerpreises für Schüler.

1. Platz: Team Education Electronics
Nordrhein-Westfalen
Diagnostik-Chip, der unter die Haut von Patienten implantiert wird, ermöglicht automatische Analyse und Kontrolle von Blutwerten, zum Beispiel bei Diabetes.

2. Platz: Team Team B_Systems
Baden-Württemberg
Auf Basis von LED-Technologie wird das bisher unbeleuchtete Innere von Handtaschen erhellt.

3. Platz: Team Blue Future GmbH
Sachsen
Modul, das Strom in Wasserstoff umwandelt und so eine Speicherung von Windenergie ermöglicht.

4. Platz: Team Alternative-Energy-Services (AES)
Nordrhein-Westfalen
Beratungsservice, um umweltbewussten Verbrauchern einen Überblick über die Möglichkeiten der alternativen Energiegewinnung zu bieten.

5. Platz: Team Ascenseo
Hamburg
Rollator, der dank spezieller Räder sogar Treppen steigen kann.

6. Platz: Team Intercycloon
Bayern
Browserbasierte Online-Spiele, die von jedem Internetanschluss der Welt ohne Download und Installation abrufbar sind.

7. Platz: Team e@sy_mousing
Baden-Württemberg
Mousepad unter einem Laptop, das auf einem Schienensystem ausgefahren wird und so die Arbeit mit dem Touchpad ersetzen soll.

8. Platz: Team Future-Tec Nds
Niedersachsen
"Digibook": digitales Medium, das den Inhalt zahlreicher Bücher speichern kann.

9. Platz: Team Solvi Innovations
Bayern
Mithilfe von Solar-Dachziegeln, die die übliche Dachdeckung ersetzen, soll Energie erzeugt werden.

10. Platz: Waid-Einlegesohlen WiLi NeSt GmbH
Thüringen
Die Blätter der einjährigen Waidpflanze werden getrocknet, gemahlen und dann auf Einlegesohlen aufgebracht, die so ganz natürlich antibakteriell wirken.

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